Von Edda Vogt 01/11/2026
đ«§ KI-Boom oder Dotcom 2.0? Was heute anders ist â und was erstaunlich Ă€hnlich
Die Nasdaq rutscht im Oktober um rund 6 Prozent ab, einige Kennzahlen stehen so hoch wie zuletzt im Jahr 2000 â viele fragen sich: Wiederholt sich gerade die Dotcom-Blase?
Die kurze Antwort
Vor knapp einem Jahr haben wir hier gefragt: âStecken wir in einer Blase?â. Diesmal machen wir den Faktencheck. Was ist heute wirklich wie 2000 â und was eben nicht?
Die Antwort ist ein klares âJeinâ. Gemessen am Shiller-KGV, eine nĂŒtzliche Kennzahl zur Bewertung von Aktien, ist der US-Markt fast so teuer wie Ende 1999, und noch nie war er so stark auf wenige Konzerne konzentriert. Anders als damals verdienen die fĂŒhrenden KI-Konzerne aber sehr viel Geld: Ihre Bewertung auf Basis der erwarteten Gewinne liegt bei einem Bruchteil der Dotcom-Werte.
Neu und riskant ist die Finanzierung. Der KI-Ausbau wird zunehmend mit Schulden bezahlt â und das bei steigenden Zinsen. Bei privaten Anlegerinnen und Anlegern sehen wir Rekord-Kredite auf dem Depot und Mega-BörsengĂ€nge mit Fan-Bonus. FĂŒr dich heiĂt das: Eine Blase muss es nicht sein, eine krĂ€ftige Korrektur ist trotzdem jederzeit drin.
Acht Felder im Faktencheck
1. Bewertungen: teuer ja, aber nicht wahnhaft
Der Shiller-KGV misst den Preis gegen die inflationsbereinigten Gewinne der vergangenen zehn Jahre im VerhÀltnis zum Aktienpreis. Mit gut 41 liegt er nur knapp unter dem Rekord von 44 aus dem Dezember 1999. Das Forward-KGV, also der Preis gegen die erwarteten Gewinne der nÀchsten zwölf Monate, liegt dagegen bei rund 19 statt knapp 27 wie damals.
Warum so verschieden? Die Gewinne sind zuletzt stark gestiegen. Der Shiller-KGV schaut zehn Jahre zurĂŒck und âbestraftâ dieses Wachstum. Das Forward-KGV glaubt den Analysten â und die können zu optimistisch sein.
Spannend ist ein Befund von Amundi: Zwischen 2023 und 2025 sind die KGVs der KI-Aktien trotz steigender Kurse gesunken, weil die Gewinne schneller wuchsen. Bei den Dotcom-Werten stiegen die KGVs 1997 bis 1999 immer weiter. Ein statistischer Test findet heute keine âexplosiveâ Bewertungsdynamik wie damals.
Meine Einordnung: Der Markt ist historisch teuer. Getragen wird der Preis bisher auch von Gewinnen, nicht nur von Fantasie.
2. Gewinne und GeschĂ€ftsmodelle: der gröĂte Unterschied
2000 waren viele Internetfirmen Börsenstars ohne Gewinn. Selbst profitable MarktfĂŒhrer wie Cisco wurden mit Fantasiepreisen bezahlt. Heute sind die GroĂen echte Gewinnmaschinen.
FĂŒr 2026 erwarten Analysten ein Gewinnwachstum im S&P 500 von fast 30 Prozent. Mehr als die HĂ€lfte davon liefert laut Morgan Stanley der Tech-Sektor. Die Gewinne der Halbleiterbranche fĂŒr 2026 liegen laut BlackRock beim 3,4-Fachen dessen, was Analysten Anfang 2023 erwartet hatten.
Aber: Unter dem Radar gibt es auch heute Firmen mit dĂŒnnem Fundament. Mitte Oktober verlor ein hoch verschuldeter Rechenzentrumsbetreiber innerhalb einer Woche mehr als ein Viertel seines Börsenwerts â wegen Zweifeln, ob er seine Schulden von rund 50 Milliarden Dollar bedienen kann.
Der Konsens vieler Kommentare: Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Nvidia sind nicht Pets.com. Bei kleineren KI-Infrastruktur-Firmen auf Pump sieht es teils anders aus.
3. Marktstruktur: so konzentriert wie nie
Die zehn gröĂten Aktien stehen fĂŒr rund 39 Prozent des S&P 500. Zur Spitze der Dotcom-Blase waren es etwa 27 Prozent. Laut Amundi lieferten KI-Aktien seit 2023 rund die HĂ€lfte der Indexrendite â Ă€hnlich wie die Tech-Werte 1997 bis 2000.
Der Unterschied: Damals verteilte sich die Euphorie auf rund 100 Tech-Werte, heute auf etwa 45 KI-Werte. Das Klumpenrisiko sitzt also in weniger, dafĂŒr gröĂeren Körben. Und der breite Markt zieht kaum mit: Mitte Oktober lag der S&P 500 im Jahr rund 12 Prozent vorn, die mittlere Aktie im Index nur rund 6 Prozent.
Das heiĂt: Wer einen Welt-ETF hat, hat automatisch viel KI und viel USA im Depot. Ob Indexfonds den Trend verstĂ€rken, ist umstritten. Sicher ist, dass sie nach Gewicht auch das kaufen, was gerade teuer ist.
4. Finanzierung: vom Cashflow zum Kredit
Die vier groĂen Hyperscaler wollen 2026 rund 700 Milliarden US-Dollar investieren, 2027 sollen es ĂŒber eine Billion werden. Bis Ende Mai wurden bereits rund 236 Milliarden Dollar an KI-bezogenen Anleihen ausgegeben. FĂŒr das ganze Jahr erwartet Morgan Stanley fast 570 Milliarden.
Die RisikoaufschlĂ€ge fĂŒr Tech-Anleihen sind seit Jahresbeginn um mehr als 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Dazu kommen KreisgeschĂ€fte, bei denen Lieferanten ihre eigenen Kunden mitfinanzieren. Genau das gab es auch um 2000.
Hier ist die Parallele zu 2000 am deutlichsten. Solange die Gewinne sprudeln, ist das tragbar. Kommen die UmsĂ€tze spĂ€ter als geplant, drĂŒcken die Zinsen in den Bilanzen.
5. Echter Nutzen: Nachfrage wartet auf Infrastruktur
Um 2000 wurden Glasfaserkabel auf Vorrat verlegt â die Nachfrage kam Jahre spĂ€ter. Heute ist es umgekehrt, sagt BlackRock: Der Auftragsbestand der Cloud-Sparten von Amazon, Alphabet, Microsoft und Oracle hat sich in einem Jahr fast verdreifacht, auf 2,3 Billionen Dollar. Selbst drei Jahre alte KI-Chips werden in der Miete teurer statt billiger.
Gleichzeitig zeigt der Stanford AI Index 2026: 88 Prozent der Organisationen nutzen KI in irgendeiner Form, KI-Agenten sind aber kaum im Alltag angekommen.
Die Nachfrage ist real. Ob sie hoch genug ist, um diesen Investitionsberg zu verzinsen, ist noch nicht bewiesen.
6. Marktpsychologie: Rekordhebel und Mega-Börsengang
Die Wertpapierkredite in den USA erreichten im Juni 2026 den Rekord von 1,5 Billionen Dollar. Im Mai wuchsen sie um knapp 54 Prozent zum Vorjahr. Laut Bank of America lag das Wachstum nur 2000, 2007 und 2021 höher â jedes Mal folgten KursrĂŒckgĂ€nge.
Zur Einordnung: Gemessen am Marktwert des S&P 500 liegen diese Kredite mit 2,3 Prozent genau im historischen Schnitt, rechnet First Trust vor.
Dazu der SpaceX-Börsengang im Juni: 75 Milliarden Dollar, gröĂter aller Zeiten, mit bis zu 30 Prozent der Aktien fĂŒr Privatanleger. Weitere KI-Schwergewichte stehen in den Startlöchern.
Was heiĂt das? FOMO ist da. Anders als 1999 konzentriert sie sich aber auf wenige groĂe Namen statt auf Hunderte Mini-Firmen.
7. Makro: Die Zinsen steigen â wie 2000
Die US-Notenbank hat im September erstmals seit 2023 die Zinsen erhöht, auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Am 28. Oktober hielt sie still, zwei Mitglieder wollten bereits weiter erhöhen. ZehnjÀhrige US-Anleihen rentieren mit knapp 5,3 Prozent so hoch wie seit rund 24 Jahren nicht.
Die Inflation lag zuletzt bei 3,4 Prozent, der Ălpreis zeitweise ĂŒber 100 Dollar. Die Verbraucherstimmung in den USA ist nahe Rekordtief. Dazu kommen Zölle und der Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
Warum das zĂ€hlt: Wachstumsaktien leben von Gewinnen in der Zukunft. Je höher der Zins, desto weniger sind diese Gewinne heute wert. Auch 1999/2000 hob die Fed die Zinsen an, bis auf 6,5 Prozent â kurz danach platzte die Blase.
8. Was nach 2000 geschah
Die Nasdaq verlor von MĂ€rz 2000 bis Oktober 2002 rund 78 Prozent, der S&P 500 knapp die HĂ€lfte. Ihr altes Hoch erreichte die Nasdaq erst nach rund 15 Jahren wieder. Pets.com und Webvan verschwanden ganz. Amazon verlor ĂŒber 90 Prozent â und wurde danach einer der wertvollsten Konzerne der Welt. Cisco blieb jahrzehntelang unter seinem Rekordkurs.
Die Lehre: Die Technologie kann recht behalten und die Aktie trotzdem zu teuer gekauft sein. Und: Breit gestreute Anleger mit Anleihen und anderen Branchen kamen deutlich glimpflicher durch. Eine Prognose fĂŒr heute ist das ausdrĂŒcklich nicht.
Blase oder nicht? Die Argumente im Ăberblick
Beide Seiten haben gute Argumente â entscheidend ist, welche sich in den nĂ€chsten Quartalen bestĂ€tigen.
Was dafĂŒr spricht, dass die Lage einer Blase Ă€hnelt
- Das Shiller-KGV liegt bei gut 41, nur knapp unter dem Dotcom-Rekord.
- Die Konzentration auf wenige Aktien ist höher als im Jahr 2000.
- Der KI-Ausbau wird zunehmend mit Schulden und KreisgeschÀften finanziert.
- Die Zinsen steigen, wie 1999/2000 â und treffen Wachstumsaktien besonders.
- Rekordkredite auf Depots und ein Mega-Börsengang mit Fokus auf Privatanleger zeigen viel Euphorie.
- Die Zahl der Gewinner schrumpft: Die mittlere Aktie hinkt dem Index weit hinterher.
Was dagegen spricht
- Die fĂŒhrenden Konzerne verdienen viel Geld, ihr KGV ist ein Bruchteil der Dotcom-Werte.
- Die KGVs der KI-Aktien sind 2023 bis 2025 gesunken, weil die Gewinne schneller wuchsen als die Kurse.
- Die Nachfrage nach Rechenleistung ist gröĂer als das Angebot, nicht umgekehrt wie 2000.
- Der Markt korrigiert zwischendurch, etwa im Juni und Oktober 2026, statt nur zu steigen.
- Gemessen am Marktwert sind die Wertpapierkredite nicht auĂergewöhnlich hoch.
- Hunderte Mini-Firmen ohne Umsatz an der Börse wie 1999 sehen wir heute nicht.
Drei Szenarien â und was sie fĂŒr deine drei Töpfe bedeuten
Niemand kennt den Ausgang, aber du kannst dich auf verschiedene Szenarien vorbereiten.
| Szenario | Was passiert | Mögliche Auslöser | Was es fĂŒr dich heiĂt |
|---|---|---|---|
| 1. Normale Korrektur | Minus 10 bis 20 Prozent, Erholung innerhalb von Monaten, weil die Gewinne liefern | EnttĂ€uschende Quartalszahlen, Zinsangst, Ălpreis | Sprint: nichts tun. Langstrecke: Sparplan weiterlaufen lassen. Mittelstrecke: Trailing-Stopps sichern Gewinne |
| 2. LĂ€ngere Durststrecke | Die hohen Bewertungen schrumpfen ĂŒber Jahre, KI-Gewinner wachsen langsamer als erhofft. Morgan Stanleys Negativszenario rechnet mit rund 25 Prozent Minus bis Mitte 2028 | Gewinnwachstum flacht 2027 ab, Zinsen bleiben hoch, Investitionen rechnen sich spĂ€ter | Breite Streuung ĂŒber Regionen, Branchen und Anleihen trĂ€gt. Rebalancing kauft gĂŒnstig nach |
| 3. Systemische Krise | Kreditprobleme bei KI-Finanzierern greifen auf AnleihemĂ€rkte und gehebelte Anleger ĂŒber, ZwangsverkĂ€ufe verstĂ€rken den Absturz | Pleite eines groĂen, verschuldeten KI-Infrastruktur-Anbieters, Schock am Anleihemarkt | Wer genug Cash und Zeit hat, muss nicht verkaufen. |
Szenario 1 erleben Anleger statistisch etwa alle ein bis zwei Jahre. Szenario 3 setzt voraus, dass aus einem Aktien- ein Kreditproblem wird â dafĂŒr gibt es Warnzeichen, aber noch keinen Beleg.
Eine persönliche EinschÀtzung
Dotcom 2.0 ist es nicht â ein Spaziergang aber auch nicht. Vertrauensgrad: mittel. Bei Gewinnen und Bewertung der MarktfĂŒhrer ĂŒberwiegen die Unterschiede zu 2000 klar. Bei Konzentration, Schuldenfinanzierung, steigenden Zinsen und Anleger-Hebel gibt es dagegen echte Parallelen. Mittel deshalb, weil die BewertungsmaĂe sich widersprechen und vieles an den Gewinnprognosen fĂŒr 2027 hĂ€ngt. Die können sich als zu optimistisch erweisen.
Amundi bringt es auf den Punkt: Statt das Platzen einer Blase zu timen, sollten Anlegerinnen und Anleger lieber ihr Klumpenrisiko begrenzen. Das deckt sich mit dem Leitsatz vieler im Schatten der FOMO, auch der Maxime von Investieren mit Weitblick.
Was kannst du jetzt tun?
- Sortiere nach Töpfen, nicht nach Schlagzeilen. Dein Cash im Sprint-Topf bleibt, wo es ist. Er ist dein Puffer, damit du in einer Korrektur nichts verkaufen musst.
- Langstrecke: prognosefrei bleiben. Gut gestreuter Welt-ETF, regelmĂ€Ăig bespart? Dann gilt wie vor einem Jahr: Finger weg. Portfolio-App zu, Waldspaziergang.
- Klumpen ehrlich zĂ€hlen. Ein Welt-ETF plus KI-Themen-ETF plus Nvidia als Einzelaktie â das ist schnell dreimal dasselbe. Unsere Faustregel aus dem Februar: höchstens 10 Prozent in ein Thema, höchstens 20 Prozent in alle Themen zusammen.
- Mittelstrecke: Gewinne sichern. Hast du KI-Werte, die stark gelaufen sind? Ein Trailing-Stopp nimmt dir nicht das Denken ab, aber im Zweifel das Zögern.
- Keine Aktien auf Kredit. Rekordhebel ist genau das, was aus einer Korrektur einen Crash machen kann. Wer auf Pump investiert, muss im falschen Moment verkaufen.
- IPO-Fieber gelassen sehen. Ein Mega-Börsengang mit Privatanleger-Bonus ist kein SchnĂ€ppchen-Signal. Wenn ĂŒberhaupt, dann als kleiner Satellit â und nicht am ersten Handelstag.
Tipp: Nutze eine Portfolio-App oder lade dir die aktuellen Factsheets deiner ETFs herunter und addiere die zehn gröĂten Positionen ĂŒber alle Fonds. So siehst du in zehn Minuten, wie viel KI wirklich in deinem Depot steckt.
Merksatz fĂŒr diesmal: Eine Blase kannst du nicht timen â deine Klumpen kannst du messen.
Idee: Nimm dir noch an dieser Woche 30 Minuten fĂŒr den Klumpen-Check. Liegt Tech oder KI ĂŒber deiner eigenen Grenze, verkaufe nicht hektisch. Lenke stattdessen neue Sparraten in das, was dir fehlt â etwa andere Regionen, Branchen oder Anleihen. So kommst du ohne Timing zurĂŒck in Balance.
Dieser Beitrag gibt unsere persönliche EinschĂ€tzung wieder und ist keine Anlageberatung. Historische Entwicklungen sind keine Garantie fĂŒr die Zukunft.
Historische Angaben zu Pets.com, Webvan, Amazon, Cisco, zum S&P-500-RĂŒckgang 2000â2002 und zur Erholungsdauer der Nasdaq beruhen auf allgemein dokumentierter Börsengeschichte und sind gerundet.
Quellen
Datenstand 31. Oktober 2026; Datum jeweils Veröffentlichung bzw. Datenstand.
INDmoney: Nasdaq-RĂŒckgang Oktober 2026 auf Basis von FRED-Daten â Oktober 2026
Morgan Stanley Wealth Management, Chartbook Oktober 2026Â â 14.10.2026 (KGVs, Gewinne, Zinsen, Inflation, Anleihen)
Amundi Investment Institute: AI Boom or Bubble? Lessons from the Dot-Com Period, Working Paper 190Â â 14.4.2026
BlackRock/iShares: Are AI stocks in a bubble? 3 Reasons We Think Not â 16.9.2026
Finnovate: Shiller-KGV auf Basis von Multpl-Daten â 9.10.2026
Eco3min: Shiller-KGV und Nasdaq-Verlust 2000â2002Â â Datenstand 1.7.2026
Benzinga: Top-10-Anteil am S&P 500 vs. Dotcom-Spitze â 21.5.2026
KuCoin: S&P-Dow-Jones-Daten zur Konzentration â Datenstand 30.9.2026
Admiral Markets: FOMC-Entscheidung Oktober 2026Â â 28.10.2026
Bankrate: Federal Funds Rate History â laufend aktualisiert
Reuters via The Standard: Morgan Stanley zu KI-Schulden 2026Â â Juni 2026, Datenstand 31.5.2026
Political.org: Bank of America zu FINRA-Wertpapierkrediten â 27.10.2026
First Trust: Margin Debt Continues to Climb â 15.10.2026
Crypto Briefing: Privatanleger und KI-BörsengĂ€nge nach dem SpaceX-IPO â 2026
Reuters via Honolulu Star-Advertiser: Wall Street ends down sharply â 16.10.2026
Reuters via Virginia Business: Nasdaq climbs as chip and AI-linked stocks bounce back â 19.10.2026

